Ein Unfall - was nun?

UnfallEine wichtige Aufgabe bei der Teilnahme am Straßenverkehr ist die korrekte Absicherung einer Unfallstelle. Immer wieder hört man davon, dass die Verunglückten, Unbeteiligte oder gar die Helfenden selbst durch eine unzureichende Absicherung in Gefahr geraten. Daher kommt es beim Betreten einer Unfallstelle nicht nur auf den guten Willen an, sondern vor allem auch auf richtiges Handeln in korrekter Reihenfolge. Grundsätzlich gilt:
1. Absichern
2. Erste Hilfe leisten
3. Rettungsdienst verständigen.
UnfallortDer Unfallort muss folgendermaßen gesichert werden: Nachdem der Ersthelfer sein Auto in sicherem Abstand, d.h. 10 bis 20 Meter vom Ort des Geschehens entfernt geparkt hat, zieht er - falls vorhanden - die Warnweste an. Dann nimmt er das Warndreieck und läuft entgegen der Fahrtrichtung am äußersten Fahrbahnrand entlang. Dabei klappt er es auf und hält es vor die Brust, damit er selbst gesehen wird.
Beim Aufstellen des Warndreiecks muss man auf die richtige Entfernung zur Unfallstelle achten. Auf Autobahnen und Schnellstraßen ist ein Sicherheitsabstand von 250 Metern einzuhalten, auf Landstraßen genügen ca. 150 Meter und in der Stadt 50 Meter. Bei Kurven und Bergkuppen muss das Warndreieck unbedingt vor diesem kritischen Punkt aufgestellt werden. Hat man eine Warnblinkleuchte dabei, sollte man diese zusätzlich am Straßenrand postieren. Erst dann gilt es, die Verletzten zu versorgen.
Ist dies geschehen, verständigt man den Rettungsdienst. Hier sind unbedingt die drei “W” zu beachten:
- Wer meldet den Unfall?
- Wo ist der Unfall passiert?
- Was ist passiert?
Übrigens sollte der Erste-Hilfe-Kurs regelmäßig aufgefrischt werden. Nur so ist eine optimale Erstversorgung der Unfallopfer gewährleistet.